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Apple gibt eigene KI auf? Siri könnte bald mit ChatGPT oder Claude arbeiten

KI-Admin 4 Min. Lesezeit 336. Juli 2025
Apple gibt eigene KI auf? Siri könnte bald mit ChatGPT oder Claude arbeiten
Apple erwägt laut aktuellen Berichten die Integration von ChatGPT oder Claude in eine neue Version von Siri und könnte damit seine eigenen KI-Modelle ins Abseits stellen. Der iPhone-Konzern führt bereits Gespräche mit OpenAI und Anthropic über eine mögliche Partnerschaft, die Siri deutlich...

Apple erwägt laut aktuellen Berichten die Integration von ChatGPT oder Claude in eine neue Version von Siri und könnte damit seine eigenen KI-Modelle ins Abseits stellen.

Der iPhone-Konzern führt bereits Gespräche mit OpenAI und Anthropic über eine mögliche Partnerschaft, die Siri deutlich leistungsfähiger machen soll. Diese strategische Neuausrichtung könnte das Ende von Apples eigener KI-Entwicklung bedeuten und markiert einen radikalen Kurswechsel.

Die Entscheidung kommt nicht überraschend, denn Apple kämpft seit Jahren mit den Schwächen seiner Sprachassistentin Siri. Führungsschwäche, Teamkonflikte und falsche Prioritäten haben dazu geführt, dass Apple bei der Siri-Entwicklung weit hinter der Konkurrenz zurückliegt. Während andere Tech-Riesen wie Google, Microsoft und Meta mit fortschrittlichen KI-Systemen punkten, hinkt Apple hinterher.

Im Juni 2024 hatte Apple für seine Sprachassistentin Siri neue Funktionen und KI-Skills angekündigt. Offenbar kämpft die KI-Abteilung aber mit Problemen. Statt im Frühjahr soll die KI-Siri jetzt erst 2026 erscheinen. Diese erneute Verzögerung zeigt, wie schwierig es für Apple ist, mit den eigenen Ressourcen konkurrenzfähige KI-Lösungen zu entwickeln.

Die geplante Kooperation mit OpenAI und Anthropic würde einen fundamentalen Wandel in Apples KI-Strategie bedeuten. Berichten zufolge erwägt Apple, Künstliche Intelligenz von Anthropic oder OpenAI zu nutzen, um eine neue Version von Siri zu betreiben und dabei die eigenen internen Modelle beiseite zu lassen. Diese Entscheidung könnte Apples jahrelange Bemühungen um eine eigene KI-Entwicklung beenden.

Apple Intelligence wurde als Apples Antwort auf die KI-Revolution präsentiert, doch die Realität sieht ernüchternd aus. Die neue Siri-Version sei intern zwar bereits funktionsfähig gewesen, habe jedoch nicht die gewünschte Verlässlichkeit erreicht. Apple entschied sich daher gegen eine Veröffentlichung. Die mangelnde Zuverlässigkeit der eigenen KI-Modelle zwingt Apple nun dazu, externe Lösungen zu evaluieren.

ChatGPT und Claude: Die neuen Siri-Motoren

Die Gespräche mit OpenAI und Anthropic sind bereits konkret geworden. Anstatt auf ihre eigenen KI-Modelle zu warten, hat Apple OpenAI und Anthropic gebeten, spezielle Versionen von ChatGPT und Claude für Siri zu entwickeln. Diese angepassten Versionen sollen auf Apples Private Cloud Compute-Servern laufen und damit höchste Datenschutzstandards gewährleisten.

Ein solcher Schritt wäre revolutionär für Apple. Das Unternehmen, das traditionell auf proprietäre Technologien setzt, würde erstmals bei einer seiner Kernfunktionen auf externe KI-Systeme zurückgreifen. Während Apple bereits heute seinen Nutzern über die Apple Intelligence-Plattform Zugang zu ChatGPT ermöglicht, ist diese Integration derzeit optional und nutzergesteuert. Was nun in Erwägung gezogen wird, wäre ein bedeutender Wandel – die Wahl eines Drittanbieter-Modells zur direkten Steuerung von Siri.

Die technische Umsetzung wäre komplex, aber durchaus machbar. Apple würde angepasste Versionen von Claude oder ChatGPT auf seinen eigenen Private Cloud Compute-Servern betreiben, um verbesserte Privatsphäre und Sicherheit für die Nutzer zu gewährleisten. Diese Lösung würde Apples Datenschutz-Philosophie respektieren und gleichzeitig die Leistung von Siri dramatisch verbessern.

Bereits heute nutzt Apple ChatGPT als optionale Ergänzung zu Siri. Die ChatGPT-Integration wird ausgelöst, wenn Nutzer Siri komplizierte Fragen stellen. Wenn Siri eine Frage gestellt wird, die Apples Software als besser für ChatGPT geeignet identifiziert, fragt sie den Nutzer um Erlaubnis, auf den OpenAI-Service zuzugreifen. Die neue Strategie würde diesen Ansatz jedoch grundlegend erweitern.

Strategische Neuausrichtung mit Risiken und Chancen

Die mögliche Partnerschaft mit OpenAI oder Anthropic bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Auf der positiven Seite würde Siri endlich zu einem wirklich intelligenten Assistenten werden, der komplexe Aufgaben bewältigen und natürliche Gespräche führen kann. Angesichts interner Verzögerungen, Produktfehlschläge und wachsender Investor-Skepsis führt Apple Berichten zufolge Gespräche mit OpenAI und Anthropic, um deren fortschrittliche Sprachmodelle in eine zukünftige Version von Siri zu integrieren.

Die Nachteile sind jedoch ebenfalls beträchtlich. Apple würde einen wichtigen Teil seiner KI-Strategie in fremde Hände legen und sich von externen Partnern abhängig machen. Dies steht im Widerspruch zu Apples traditioneller Philosophie der vertikalen Integration und könnte langfristig strategische Probleme verursachen.

ChatGPT und andere Chatbots würden Siri mit zusätzlichem Wissen ergänzen. Gleichzeitig will Apple weiterhin spezialisierte Modelle für spezifische iOS-Features veröffentlichen, wie Image Wand in Notes, Clean Up in Photos, Zusammenfassungen in Writing Tools oder Posteingang-Kategorisierung in Mail. Diese hybride Strategie könnte ein Kompromiss zwischen Abhängigkeit und Eigenständigkeit darstellen.

Die Entscheidung zeigt auch, wie schwierig es selbst für Apple ist, mit den führenden KI-Unternehmen zu konkurrieren. Apple überdenkt Berichten zufolge seine KI-Roadmap und erkundet die Integration externer Large Language Models von OpenAI und Anthropic für zukünftige Siri-Versionen. Dies könnte andere Technologieunternehmen ermutigen, ähnliche Partnerschaften einzugehen.

Die Integration externer KI-Modelle in Siri wäre ein historischer Wendepunkt für Apple. Der Konzern, der stolz auf seine geschlossenen Systeme ist, würde damit anerkennen, dass die eigenen KI-Fähigkeiten nicht ausreichen. Gleichzeitig könnte diese Entscheidung Siri zu dem machen, was Nutzer schon lange erwarten: einem wirklich intelligenten digitalen Assistenten.

Ob Apple tatsächlich diesen Schritt wagt, bleibt abzuwarten. Die Gespräche mit OpenAI und Anthropic zeigen jedoch, dass der iPhone-Konzern bereit ist, seine KI-Strategie grundlegend zu überdenken. Für die Nutzer könnte dies bedeuten, dass Siri endlich zu einem konkurrenzfähigen Assistenten wird – auch wenn dies das Ende von Apples eigener KI-Entwicklung bedeuten könnte.

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